"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar - die Menschen haben diese Wahrheit vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." (Antoine de Saint Exupery)

Die systemische Aufstellungsarbeit ist eine Methode, die von Psychotherapeuten weltweit bei der Arbeit mit Familien und anderen Systemen angewendet wird. In meiner Arbeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie habe ich diese Form der Therapie auf die Arbeit mit Tieren in menschlichen Systemen erweitert.

Neben der Tierkommunikation sind die Systemischen Tieraufstellungen ein außerordentlich hilfreiches Mittel, um das Verhalten oder die Symptome unserer Tiere verstehen zu lernen und ihnen bessere Umstände zu schaffen, damit sie sich wieder natürlich verhalten bzw. gesund werden können. 

Was passiert bei einer solchen Tieraufstellung? Zunächst erarbeiten wir im Gespräch Ihr individuelles „System“ (Familie, Partnerschaft usw.), in dem Sie und Ihr Tier eingebunden sind und versuchen herauszufinden, welche Umstände zu dem Symptom des Tieres geführt haben könnten. Dann wählen Sie aus den anderen Teilnehmern der Aufstellung Stellvertreter für sich selbst, für Ihr Tier und für mögliche andere Bezugspersonen aus. Diese positionieren Sie so im Raum, wie es sich für Sie in diesem Moment richtig anfühlt. Auf diese Weise wird das Beziehungsgeflecht, in welches Sie und Ihr Tier eingebunden sind, gut für Sie sichtbar. Durch diese Außenwahrnehmung ist es eher möglich, die Ursachen von Symptomen herauszufinden. Wenn wir die Ursachen für das Verhalten Ihres Tieres finden konnten, erarbeiten wir gemeinsam ein Lösungsmodell (z.B. dem Tier mehr oder weniger Zuwendung zukommen lassen), welches Sie dann auf Ihren Alltag übertragen können. Hierbei können schon kleinste Veränderungen eine große Erleichterung für Sie und Ihr Tier bedeuten.

Systemische Tieraufstellungen finden regelmäßig in meiner Praxis statt (s.Termine). Hier kann jeder teilnehmen, der ein Thema mit seinem Tier klären möchte (Aufsteller). Auch gibt es die Möglichkeit, der Aufstellungsarbeit beizuwohnen, ohne selbst ein Thema zu bearbeiten. In diesem Fall meldet sich der Teilnehmer als ‚Stellvertreter’ zu dieser Aufstellung. Das bedeutet, dass er sich dem jeweiligen ‚Aufsteller’ für dessen Tieraufstellung als menschlicher oder tierischer Stell-
vertreter zur Verfügung stellt. Ein Stellvertreter kann auf diese Weise viel über Beziehungen und das Entstehen von Symptomen lernen. Außerdem bekommt er als Stellvertreter für ein Tier die Möglichkeit, für diese Zeit das Erleben aus Sicht des Tieres wahrzunehmen. Dies war bisher für jeden Menschen eine der tiefsten Erfahrungen in ihrem Kontakt zu Tieren.

Bitte bringen Sie keine Tiere zu den Aufstellungen mit!

 
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